Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 1. April 2017

Ende mit Schrecken

Wenn die Repression zu stark wird, bleibt nur das Opfer oder die Flucht
"Korrigierte Hetze"

Über den Verlust an Demokratie zu schreiben ist eine Sache, ihn zu erleben eine andere. Vor einigen Tagen wurde Konrad Kustos Opfer eines Anschlags linksextremistischer Kreise. Auf seine Wohnungstür wurde in roter Farbe geschmiert: „Hier wohnt ein Nazi“, und sein Auto wurde fahruntauglich gemacht. Der materielle Schaden ist beherrschbar, der mentale nicht. Der Hass und die Gewalt derjenigen, die sich für die Gerechten halten, sind in meiner persönlichen Lebenswirklichkeit angekommen, und ich weiß derzeit nicht, ob und wie es enden wird. Was ich weiß, ist, wie ich damit umgehen werde: Meine körperliche Verfassung erlaubt mir nicht, den Kampf aufzunehmen; ich werde mich dem Terror beugen. Von heute an ruht dieser Blog dauerhaft in der Hoffnung, seinen Autor aus der Schusslinie der Intoleranz zu führen. Man möge mich der Feigheit bezichtigen oder dieses Statement als Ausdruck des Protestes betrachten, aber Fakt ist, diese Stimme für die Freiheit, für den geistigen Austausch und gegen Gewalt und Intoleranz verstummt ab heute.

Dieses Schicksal ist kein Einzelfall, sondern hat im Gegenteil System. Überall in der verblassenden Republik mehren sich sowohl die individuellen Rechtsbrüche gegen Andersdenkende als auch die Umformungen des Rechts durch den Überbau. Es ist ein Ausdruck von „Chaos mit System“, des Verfalls unseres Wertesystems, das ich in meinem gleichnamigen Buches vor knapp sechs Jahren präzise beschrieb und das immer noch ein Schlüsselwerk für denjenigen ist, der die Muster, die dem gegenwärtigen Niedergang zu Grunde liegen, verstehen will.

Die Gewerkschaft Verdi rief gerade ihre Mitglieder auf, Kollegen zu bespitzeln und beim Arbeitgeber zu denunzieren. Der Justizminister kreiert neue Gesetze mit Millionenstrafen, selbst für die, die Missliebiges nicht vorauseilend aus ihren Networks löschen, und die komplette Regierung versagt dem Grundgesetz und dem Geiste demokratischer Gesetze die Gefolgschaft. Wer für die AfD arbeitet, wird bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche diskriminiert, andere Dissidenten finden Kot in ihrem Briefkasten. Als einem das Auto mit Hakenkreuzen beschmiert worden war, staunte er nicht schlecht, den Vorfall bei der Polizei als rechtsradikale Straftat etikettiert zu sehen.

Nun also wird ein leidenschaftlicher Verächter des Nationalsozialismus kurzerhand zum Nazi umformatiert. 'Hier wohnt ein Nazi'. 'Hier wohnt ein Jude'. Wie sich die Bilder jenseits der Polaritäten gleichen. Die neuen Totalitären können und wollen nicht aus Geschichte lernen, weil es ihnen letztlich nur um ihr eigenes Wohlgefühl geht. Und deshalb rufen die neuen Nazis „haltet den Nazi“, denn was könnte besser von ihrem schmutzigen Tun ablenken, als dies.

In zuvor nicht erwartbarer Harmonie arbeiten der Staat und das neue Milieu ausgerechnet mit den erklärten Feinden des Systems zusammen. Beispielhaft, wie die TAZ den Gegendemonstranten bei einer Anti-Merkel-Demo vorwarf, friedlich geblieben zu sein. Beispielhaft, wie ein Regierender Bürgermeister in Berlin geradezu zynisch die Organisation einer Trauerveranstaltung für die Opfer des islamistischen Anschlags am Breitscheidplatz islamistischen Organisationen überließ. Die Deutungshoheit liegt inzwischen weit (neu-)links der Mitte, und die Straßen gehören mehr und mehr demokratiefeindlichen Gewalttätern. Je mehr die Freiheit propagandistisch beschworen wird, desto mehr ist dies ein Mittel der Unterwerfung. Die offene Gesellschaft gerät in den Verschlusszustand.

Die Rasanz, mit der sich diese Republik auflöst, ist noch erschreckender als die Tatsache an sich. Eine Trendwende wird immer unwahrscheinlicher, auch weil die Indoktrination der nachwachsenden Generationen durch Medien, virtuelle Weltsichten und das Wertebewusstsein des neuen Milieus bei gleichzeitigem Aussterben der noch demokratisch geprägten Menschen voranschreitet. Die in früheren Jahrhunderten noch konstruktive Philosophie der Aufklärung ist heute zerstörerischer Ausdruck menschlicher Hybris, die glaubt, sich über Evolution, Natur, ja sogar die Realität schlechthin erheben zu können.

Angesichts dieser Umstände muss ich gestehen, dass die Figur des Konrad Kustos, die ich aus Sorge um dieses Land und die Zukunft der gesamten Menschheit in die Welt gesetzt habe, ohnehin immer mehr in die Rolle eines Don Quijote zu rutschen drohte. Ein Rückzug in das Private scheiterte bisher also eher am Pflichtbewusstsein als an der Hoffnung, den Vektor noch drehen zu können. Nun ist es soweit, unter anderem auch deshalb, weil die Attacke gegen mich vermutlich aus dem eigenen Wohnhaus initiiert wurde. Das Schisma in der Bevölkerung und die zunehmende Diskursunwilligkeit führen dazu, dass die Bedrohung für jede einzelne Stimme der Vernunft unmittelbar und spürbar wird.

So kam es also dazu, dass ich folgenden Text in meinem Wohnhaus aushängte.


An den Mitmenschen, der die Anschläge gegen unsere Wohnung und unser Auto verübt/veranlasst hat:

Sehr inhaltlich war ja deine Botschaft nicht, aber ich vermute, dein Hass richtet sich gegen meinen Blog. Einen Blog, der sich für die Verteidigung der Meinungsfreiheit, der Demokratie und der offenen Gesellschaft einsetzt. Einen Blog, der die demokratische Grundordnung und die Gesetze wertschätzt. Einen Blog, der die Debatte statt der Gewalt als Mittel zur Lösung von gesellschaftlichen Konflikten propagiert und der sich gegen extremes Denken und Handeln egal von welcher Seite einsetzt. Es ist bezeichnend, dass du darauf nur mit Hass und Gewalt zu antworten verstehst und mich einen Nazi schimpfst, während du dich selbst faschistischer Methoden bedienst. Aber du brauchst ja keine moralische oder gesetzliche Rechtfertigung, weil du für dich ganz persönlich entschieden hast, dass du im Recht bist und der Zweck die Mittel heiligt.

Aber du hast gewonnen!

Ich bin ein Denker, kein Kämpfer. Ich beuge mich deinem Terror und werde meinen Blog nicht weiter betreiben, jedenfalls solange ich dann von weiteren Gewalttaten und anderen Angriffen verschont bleibe. Nach einer Abschiedsbotschaft an meine Leser am 1. April werde ich keine Texte mehr verfassen, keine Kommentare mehr beantworten und mich jeder politischen und philosophischen Äußerung enthalten. Ich hoffe, dass diese Unterwerfung dein Ziel war und du und deine Freunde künftig davon ablassen, mich, meine Familie und dieses Haus anzugreifen. Mehr noch, falls das hilft: Ich bitte herzlich darum.

Mich macht das Ganze unsäglich traurig. Ein Leben der demokratischen Teilhabe, des Gedankenaustauschs und des Bemühens um Verbesserung der Zustände allgemein endet hier vermutlich, es bleibt ein Leben im Schatten – und selbst da gibt es keine Sicherheit mehr. Man mag es also Feigheit oder Fahnenflucht nennen, doch ich sehe mein Scheitern in erster Linie als Ausdruck eines dramatischen Verlustes der Freiheit dieser Gesellschaft. Einem einzelnen sind dann Grenzen gesetzt, solange dieser nicht bereit ist, sich in eine Opferrolle zu begeben. Deshalb siegt die Irrationalität und die Gewalt, die Gutmenschen triumphieren über die guten Menschen, doch am Ende haben alle verloren. Das Unrecht bricht das Recht, und die Gesellschaft schweigt nicht dazu: sie applaudiert.

Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die diesem Blog immerhin mehr als eine halbe Million Klicks verschafft haben. Die mit Hinweisen, Kommentaren und persönlichen Botschaften daran mitgearbeitet haben. Ich danke auch all den großen Netzwerken, die meine Gedanken auf ihren Seiten transportiert haben. Und ich danke natürlich meinem großartigen Verleger und den Menschen in meiner Nähe, die mich mit Zuspruch, Mut und ihrer Mitarbeit motiviert und gestützt haben.

Man liest sich.

Euer Konrad Kustos

Kommentare:

  1. Das ist ein großer Verlust , auch wenn ich nicht alles ,was sie geschrieben haben , gutheißen wollte .Ich glaube sogar , daß sie mitschuldig sind an diesen Zuständen .Sie haben nicht immer die Feinde einer freien Gesellschaft entblößen wollen .Aber Sie hätten sich noch wandeln können . Sie wurden auch ein Opfer der eigenen Denkweisen .Ich bedauere Ihren Schritt .

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    1. Was mich jetzt schockt, ist, dass Sie Name:Kellermann, dem Blogschreiber eine Mitschuld zuweisen. Wozu hätte er sich nach Ihrer Ansicht nach wandeln sollen? Zum Klatschhäs'chen? Opfer der eigenen Denkweise? Wissen Sie, was Sie damit sagen? Sie Öffnen damit dem Terror Tür und Tor. Wem die Denkweise von Kustos nicht gefällt, mag sie kommentieren, mag sie nicht lesen. DAS ist Meinungsfreiheit und Demokratie. Sie zeigen mir gerade, was KEINE Demokratie und KEINE Meinungsfreiheit ist!

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  2. Lieber Konrad Kustos,

    auch ich bin ein Denker, kein Kämpfer und kann Sie gut verstehen. Deswegen schreibe ich hier auch anonym. Ich möchte nicht das Schicksal meines liberalen, antifaschistischen Großvaters teilen, dem in den 1940er Jahren von nämlichen Gesinnungsterroristen übel mitgespielt worden ist, sogar von seinem "besten Freund", weil der ihn ja vor seiner "schlechten" Gesinnung bewahren musste. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

    Weil es so ist wie es ist, veröffentliche ich nur selten, sondern halte meine kritischeren Gedanken in einem ausgewählten Facebook-Freundeskreis. Das entfaltet natürlich bei weitem nicht so viel Wirkung wie Ihr Blog, aber es hilft immerhin ein wenig dabei, sich ein paar Sachen von der Seele zu schreiben und wenigstens eine handvoll Leute zum Nachdenken anzureden.

    Für Ihre Leser ist es außerordentlich bedauerlich. Ihre klugen Gedanken, die ich immer wieder gern mit anderen geteilt habe, werden uns fehlen. Aber vielleicht kann man ja wenigstens auf Facebook von Ihnen lesen. Ich werde gleich eine Freundschaftsanfrage an Sie richten.

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  3. Mann, das ist nicht zum Aushalten, diese Angst, Machtlosigkeit, Hoffnungslosigkeit! Ich wandere aus!

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  4. Verständlich.
    Danke für die gute Arbeit, in gewisser Ebene geht es mir ähnlich.
    Es ist schon hart genug, für sich selbst und seine Familie sorgen zu müssen.
    Die zusätzliche Kraft, gegen all das schlechte anzukämpfen habe ich nicht, daher schaue ich als Beobachter nur zu wie alles den Bach runtergeht.

    All die Arbeit möchte ich würdigen und wünsche für die Zukunft alles gute! <3

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  5. Lieber Herr Kustos,

    Ihren Rückzug kann Ihnen niemand vorwerfen; Respekt für die bisher geleistete Arbeit !!!! Sollte es hilfreich sein, stelle ich gerne (für was auch immer) meinen Namen, IP oder sonst etwas für die Freiheit zur Verfügung - ich bin alt, sehr krank und arm und wer, wenn nicht Menschen wie ich wäre prädestinierter.

    Alles Gute

    Michael Theren

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  6. By by Konrad! Mir kamen die Tränen!! Von 80 an hatte ich mit meiner Frau um unsere Übersiedlung gekämpft; 1983 war es geschafft. Ab 1984 studierte ich Soziologie und Politik - und begann mich zu wundern. Wurde Mitglied der Jusos und wunderte mich bald noch mehr; nein nein, ich war nicht rechts! Ich wunderte mich über abgrundtiefe Blödheit und Feigheit. Anfang der 2000er trat ich dann wieder aus der SPD aus - so dumm und so feige wie die waren... Nicht ihre Bundespolitik war erster Grund, es war die des Ortsvereins!! Und es verschlimmerte sich stetig! Na ja! Und wie spielen jetzt Dir, lieber Konrad, diese "Antifaschisten" mit? Ohne Sinn und Verstand agieren sie! Diese Typen hätten es in den Stasi-Kellern keine halbe Stunde ausgehalten, hätten alle Kumpels verraten. Und hier spielen sich diese Pfeifen auf, als wenn sie wunder was wüßten... Es ist ihre Gruppe, die gibt vor und diese Superhirne, die springen - ohne einen eigenen Gedanken zu fassen. Ich meine, spätestens in 20 Jahren werden sie die intellektuellen Defizite, die sie in unserer heutigen Zeit hatten, erkennen - hoffentlich. Es wird sie dann schmerzen, sehr schmerzen...
    Mach's gut, Konrad Dein treuer Leser Manfred

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  7. Man muss diese Entscheidung repektieren. Aber gut und richtig finde ich es nicht. Sich einer kriminellen Handlung beugen zu müssen, ist schlimm. Ein feiges Gesindel, daß nicht weiß von was es spricht, gibt den Ton an.

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  8. Respekt für Ihre geleistete Arbeit!
    Abscheu gegenüber diesem Abschaum, dessen Gewalt immer offensichtlicher wird und stetig zunimmt. Und von staatlicher Seite gesponsert, verharmlost und geschützt wird!

    Alles Gute für Sie, mit herzlichen Grüßen!

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  9. Eine Kommentatorin hat in unserem Blog bumibahagia.com auf das Geschehen aufmerksam gemacht.
    Ich bin das erste Mal auf diesem Blog hier, habe rumgeschnüffelt und einen gut durchlüfteten und durchlichteten Raum gefunden.

    Nein, mit Feigheit hat euer Rückzug nichts gemein. Die Parole:"Stellung halten bis zur letzten Patrone" öffnet zwar ein Feld für Aufopferung, hier in diesem Falle sogar Aufopferung für eine sehr wichtige und sehr gute Sache, doch ist sie, die Parole, strategisch gesehen, meist dumm.

    Ihr handelt richtig. Es ist niemandem geholfen, wenn ihr noch ein paar Artikel schreibt mit dem einzigen Erfolg, danach massakriert zu werden.

    Unsere Zeit der Wandlung ist brutal. Mein Eindruck ist, dass die bösen Mächte wissen, dass ihr jahrtausendelanges Spiel ausgespielt ist. Noch haben sie furchtbare Waffen. Die setzen sie ein. "Full attac", sagt der Feldherr, und alles, aber auch alles wird in den Kampf geworfen.

    Euch hier brauche ich nicht zu erzählen, welche unzähligen Waffen ich meine.

    Wer sich selber treu bleibt, wer sein Inneres in heiliger Ordnung hält, wird überleben. Jüngere von uns werden nach dem Finale, dessen vorausgehendes Crescendo wir erleben, von ihren Herzen gesteuert Hand anlegen und Grundsteine für das so lange schon prophezeite glückliche Zeitalter legen.

    Ich wünsche euch Gelassenheit, klaren Geist und Mut.

    Thomas Ramdas Voegeli

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  10. Es berührt einen sehr, dass ihre sehr gute Arbeit die sie von Herzen gemacht haben, so endet. Ich verstehe es, wenn man mit solchen "Mitteln" dazu gezwungen wird! Ich möchte was an diese Linksfaschisten BRUT sagen: Ihr glaubt ihr seid in der Überzahl.... Aber der Schein trügt gewaltig! Solltet "ihr" Herrn Kustos, seine Familie und dieses Haus nicht in Ruhe lassen, dann werdet "ihr" eine ganz andere Seite kennen lernen, die "ihr" so noch nie zu spüren bekommen habt! Und das ist kein Witz! WIR, werden es selbst beobachten! Ab sofort, steht Herr Kustos und seine Familie mit Haus unter UNSEREM Schutz! Auch wenn "ihr" uns nicht sieht, wir sind da!

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  11. Sind die Taeter wirklich bekannt, oder ist das mit den "Linksextremen" nur eine Vermutung?
    Saudoof sowas. Viel Spass beim Chaos verbreiten (mit System) weiterhin.

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  12. Bin auch leider erst heute auf diesen Blog gestoßen. Ihr Gesagtes, sprich ihre Reaktion Macht traurig. Menschen wie sie, regen zum Nachdenken und Justieren der eigenen Gedankenwelt an. Ich hoffe auch, wie ein anderer Schreiber, dass sie ihre Gedanken auf FB teilen und würde mich gerne in ihrer Freundesliste wieder finden.

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  13. 'Tolerant mit Steinen und Brandsätzen'2. April 2017 um 17:50

    Unfassbar...........
    Freie Meinungsausübung in Deutschland 2017.(!)
    Und Politiker & "Journalisten" echauffieren sich über Erdogan oder angeblicher Beschneidung von Meinungs- und Pressefreiheit in Polen oder Ungarn.
    Unfassbar welche feigen, aggressiven, dennoch wirksamen Schläge gegen Blogger derzeit in Deutschland verübt werden.
    IHR -rotlackierten, braun-agierenden Linksextreme, Ihr rotgrün-Hardcore-Verblendete, Andere-Meinung-Nichtaushalter, Toleranz-Schreiende-Intoleranten- Ihr werdet euch noch nach diesen Zeiten zurücksehnen!
    Zeiten - frei, wirklich pluralistisch und unbeschwert, wie in den 70er, 80er und 90er Jahren in Deutschland.
    Schade, dass Sie Ihren interessanten Blog schließen! Bzw. durch Gewalt dazu gezwungen werden. Habe nicht allem zugestimmt, und war sicher nicht mit jedem Gedanken einverstanden. Habe aber viele interessante Artikel gefunden & gelesen.
    Eben genau das können Gesinnungsfaschisten und Meinungsmörder nicht: Eine andere Sicht, andere Meinung zur Kenntnis nehmen + stehen lassen + tolerieren.
    [So lächerlich und abartig: Einen Linken als 'Nazi' zu titulieren...]

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  14. Als sich die Bundesbürger einig waren in ihrer Abneigung gegen alles, was aus dem Osten kam, als die "Kommunisten" mit Berufsverbot belegt und gerichtlich verfolgt wurden, war die Welt in Ordnumg, hatte "der Tag Struktur" (Volker Pispers). Auch heute ist das Wort "Stasi" und "SED-Bonze" fast ein Todesurteil, mindestens moralisch. Es gab genügend Selbstmorde unter DDR-Künstlern und Wissenschaftlern. Was also hat sich geändert? Es ist der gleiche Unrechtsstaat geblieben, der nur seine Ideologie gelten lässt und eventuelle Gegner wegbeißt.

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  15. Es ist leider nichts neues mehr. Shon seit einigen Jahren marschiert die SA wieder in Deutschland durch die Strassen. Ob sie sich dabei Faschisten, Antifaschisten oder "Gummibärchen" nennen ist eigentlich egal. Was einzig zählt ist ihr tatsächliches Handeln. Und das ist faschistisch bis ins Mark.

    Schlimm, dass der Staat dieses Handeln nicht nur toleriert, sondern sogar finanziell vielfach unterstützt. Noch schlimmer sind die moralischen Unterstützungsparolen durch den Staat, wie bspw. durch unseren Gesinnungsminister, Stichwort "Feine Sahne Fischfilet".

    Herzlichen Dank für Ihre vielen Beiträge die ich meist auf Geolitico verfolgt habe. Nicht alles hat mich begeistert, einiges habe ich rundweg abgelehnt, aber fast alles hat mich zum Denken gebracht.

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  16. Der neue Faschismus mal wieder am Werk...
    Geschätzter Konrad: Die Zeile mit der herzlichen Bitte, dich in Ruhe zu lassen, hat mich bewegt. Sie erinnert mich an das Gleichnis mit dem Hinhalten der anderen Backe. Edel und hoffentlich erreicht es das verwirrte Herz.
    Mut zusprechende, der Chaukee

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  17. Ich wurde in eine Diktatur reingeboren und habe die ersten 21 Jahre meines Lebens in ihr verbracht.
    Man durfte auch in der DDR seine Meinung sagen. Man konnte seine Meinung auch laut sagen und veröffentlichen.
    Aber nur, wenn man die "richtige" Meinung hatte, sonst kam die Stasi.
    Heute kommen die Faschisten von der ANTIFA.
    Ich hätte das noch vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten. Vieles erinnert mich heute wieder an die DDR.
    Ich denke das "Aussterben der noch demokratisch geprägten Menschen", hängt mit dem Rückgang der selbstständig, frei und unabhängig denkenden Menschen zusammen.

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  18. Sehr schade, wenn Ihre streitbare Stimme künftig schweigen würde. Immer mehr Andersmeinende verstummen. Unerträglich, was Ihnen angetan wurde. Eine Schande! Habe oft hier mitgelesen. Geben Sie nicht auf, und lassen Sie sich nicht einschüchtern. Sie sind nicht allein.

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  19. Lieber Herr W.F. (Name anonymisiert) Vielen Dank für Ihr Angebot, dass wir hier natürlich nicht diskutieren können. Bitte melden Sie sich doch unter meiner E-Mail-Adresse konradkustos@gmx.de. Vielen Dank, Ihr Konrad Kustos

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  20. Schade, ich habe hier immer sehr gern vorbeigeschaut. Als Rufer in der Wüste des alltäglichen Irrsinns haben sie mir die klare und unverstellte Sicht der Dinge wiederholt nahe gebracht. Ich werde diesen Blick in unverstellten Wahrheiten vermissen und wünsche Ihnen das Beste und neue Kraft (nein, nicht Hannelore!) für zukünftige, neue Herausforderungen.

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  21. Die schweigende Mehrheit muss sich zur Wehr setzen, die Einschränkung der Meinungsfreiheit ist keine Option! Mutig und friedlich gegen jegliche Art von Gesinnungsterror! Wir sind viele und es werden täglich mehr! Auch auf YouTube gibt es zahlreiche kritische Kanäle. Diese sollten dringend mit Spenden untersützt werden!

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  22. Eine Entscheidung die gut nachvollziehbar ist und die man mit großem Respekt reflektieren sollte. Schließlich dürfte sie das zugefügte Leid nicht nachhaltig lindern, da der im Rückzug enthaltene Zwang für einen Freidenker schwer zu ertragen sein dürfte!

    In einer mitteldeutschen Kleinstadt gab es vor wenigen Tagen einen kunterbunten Antifa-Auflauf, der durch die Straßen zog und lautstark gegen die AfD skandierte mittels Nazi-Parolen.  Nun bin ich wahrlich kein Anhänger dieser "Alternative", halte sie vielmehr für einen gezielten Nepp um einen Teil der Unzufriedenen zu umgarnen und in die Irre führend dann im kalten Regen stehen zu lassen. Aber Nazi und raus, neeee, wirklich. wo doch alle rein sollen. Wirkte auf mich wie ein SA-reload in legerem outfit, so dürfte damals wohl die Stimmung gewesen sein, Kopf zu und krasser Rundumschlag, nur nicht im Weg stehen. Eine wirkliche Demokratie kann Alternativen aushalten, macht keinen irrationalen Palaver sondern bleibt souverän, in jeder Hinsicht. Das beinhaltet auch und gerade, sich gegen die wirklichen Übeltäter zu richten oder zumindest von denen abzuwenden, vor allem denen im feinen Zwirn und mittels geschliffenem Wort agierend. Verkehrte Welt, nix Demokratie.

    Oder kurz zuvor, nur wenige Kilometer entfernt, Brand in einer "Flüchtlingsunterkunft" im dörflichen Ortskern. Nachdem sich Polizei und Medien zunächst bedeckt hielten, meldete sich nach ein paar Tagen ein Nachbar des dortigen Geschehens, der bis dahin wg. Rauchvergiftung stationär behandelt worden war. Er lüftete den Schleier und führte aus, als Erstretter vor Ort gewesen zu sein, fand einen auf dem Fußboden liegend, der sich beim Versuch der Hilfe im Treppenhaus festkrallte und sich gegen seinen Retter zur Wehr setzte. Insgesamt stellte sich "plötzlich" ein Bild dar, wonach dieser zwei andere niedergestochen hatte und danach die Hütte in Brand setzte. Der Polizeisprecher mußte beipflichten, allerdings mit Hinweis darauf, es sei Fakt, daß Auseinandersetzungen die eskalieren, in Flüchtlingsunterkünften genauso häufig vorkommen wie in Privathaushalten von Einheimischen. Woooow - da hab ich seit vielen Jahren scheinends viel verpasst, denn schließlich kann man Freund und Helfer ja bekanntlich vertrauen. Vorzugsweise blind?

    Rundum bietet sich ein Bild des Grausens und eine der wenigen Oasen um den Intellekt aufzufrischen tut das, was sich auch für die Verbliebenen sehr bald als Frage und vermutlich Lösung stellen dürfte. Rückzug macht zunehmend Sinn, zumal er nicht zwangsläufig eine Aufgabe beinhaltet. Die Gedanken sind bekanntlich frei, immer!

    Nochmals - nachvollziehbar und mit großem Respekt verbunden. Alles Gute an Kustos für den weiteren Weg!

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  23. Sehr verehrter Herr Dr. Kustos,

    ich verstehe Ihre Resignation, bedauere sie aber sehr und bedanke mich dann also für Ihre zahllosen gescheiten Essays, die mein Wissen und Denken immer ein Stück erweitert und belebt haben. Vielen, vielen herzlichen Dank! Das linke Antifa-Gesindel mag, mit Schwesigs Steuer-Millionen gefördert und erst richtig frech gemacht, eine 'Schlacht' gewonnen haben, den 'Krieg' gewinnen wird es aber nicht. Totalitarismus geht noch stets an seiner maßlosen Borniertheit zugrunde. Vielleicht schreiben Sie - unter einem Alias - aus dem Untergrund weiter? Ihre Gedanken und Ihr Anstand wären es wert. "Kustos", der Wächter, Schützer, Bewahrer, ist ja weniger eine einzelne Person als ein Prinzip humanistischer Denkungsart, worin wir alle unser Menschsein und dessen Werdung zu verantworten haben. Bleiben Sie uns, die den fanatisierten Pöbel nicht weniger verachten, doch irgendwie verbunden und gewogen!

    Von Herzen, Gernot Radtke

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  25. Also ich finde, daß man sich nicht so ohneweiteres von dumm-verblendeten antifa-leuten die feder aus der hand reißen lassen sollte. Sich durch diese aktion mundtot machen zu lassen ist feigheit und hilft den aggressoren sich bestärkt in ihrem tun zu fühlen.

    Wo soll das enden, wenn die meinung, in dem fall ihre, mit füßen getreten wird ohne sich zu wehren — das wehren muß ja nicht brachial sein sondern gerade des widerstandes wegen sollten sie weiter den blog zu betreiben.

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